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Apr
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Zunächst die Fakten: zu den 8 Filmen, die wir zwischen 7. - 10. April in 4 Hamburger Programmkinos zeigten, kamen 380 Besucher. Der somit erzielte Kopienschnitt von 47 Zuschauer pro Film ist sicher zufriedenstellend.
Die Highlights sind in diesem Jahr nicht klar zu benennen. Alle Filme sind Topware, die auch auf anderen Festivals schon Lorbeeren einsammeln konnten, und sie wurden allesamt in Hamburg als Premieren gezeigt.
Das Programmspektrum war deutlich fokussierter als in den Vorjahren, es konzentrierte sich um popkulturelle Phänomene, die weltweit in ihren landestypischen Kontexten abgefilmt wurden.
Es gab in diesem Jahr fast zeitgleich 2 weitere Musikfilmfestivals (!) in Berlin. Damit hat UNERHÖRT! Hamburg sein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland nach 4 Jahren abgegeben. Aber es zeigt uns auf jeden Fall auch, dass dieses von uns so geliebte Filmgenre jedwede Existenzberechtigung hat, dass es in der kulturellen Erscheinung des Festivals genau die richtige Präsentationsform findet und dass es für solche Events auch ein Publikum gibt.
Auch wenn wir es schon seit Jahren immer wieder betonten, es muss auch an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden: wenn wir könnten, wie wir wollten, dann würden wir 2 Jahre lang jeden Tag einen anderen Musikfilm zeigen ... Die Tatsache, dass wir diesmal nur 8 Filmperlen zeigen konnten, ist ausschliesslich finanziellen Unzulänglichkeiten geschuldet, keineswegs progammqualitativen oder -quantitativen Engpässen!
Wie geht es weiter? Nun, wir haben es in diesem Jahr gezeigt, dass mit gesundem Selbstausbeutungswillen und guter Kooperationsbereitschaft (dank nochmal an die Dokfilmwoche!) auch unter widrigen Finanzbedingungen ein guter Event machbar ist, der einen Mehrwert für die Kulturlandschaft Hamburgs liefern kann. Es ist aber auch klar geworden, dass unser Festival eine Kulturveranstaltung ist, die ohne Unterstützung nicht überleben kann.
Wir freuen uns auf Eure Hilfe, das Festival weiterführen zu können (seid Ihr schon Mitglied?) und hoffen, Euch beim nächsten Mal wieder begrüssen zu können!
Ralf Schulze - Festivalleiter





