03
Dez
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Du zeichnest für das Programm des Festivals verantwortlich. Wie kam es zu der Idee, dieses Festival ins Leben zu rufen?
Die Idee zu UNERHÖRT! hatte Ralf Schulze, Leiter des Festivals und langjähriger Freund aus Studienzeiten. Ralf hat es dann in den Neunzigern als Musikverleger nach Hamburg verschlagen, während ich in Berlin blieb und an der DFFB Film studierte.
Dort drehte ich auch zwei Dokus zu HipHop-Themen. Auch Ralf hat eigentlich immer an der Schnittstelle von Filmbild und Musik gearbeitet, jedenfalls waren Musikberatung und Rechteklärung immer wichtige Betätigungsfelder.
Ralf war also beschäftigt mit Filmmusik – und irgendwann auch zwangsläufig mit der Frage nach der Zukunft des Musikgeschäfts an sich. Also hat er das Wort ›Filmmusik‹ einfach mal umgedreht – heraus kam ›Musikfilm‹. Als er dann eines Tages begeistert von einer Reise nach Barcelona erzählte, wo er In-Edit besucht hatte, ein von Katalanen betriebenes Filmfestival, das ausschließlich musikbezogene Filme zeigt, war die Entscheidung gefallen. Ralf hat mich rasch mit der Programmhoheit betraut und ist dann voll ins eigene Risiko gegangen.
Aber natürlich ist der wichtigste Grund für die Entstehung des Festivals der, dass es für uns alle in der UNERHÖRT! Mannschaft geradezu eine Selbstverständlichkeit ist, uns die Welt (auch) mit Hilfe von Popkultur, im Wesentlichen also über Musik zu erklären.
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