Kategorie "Festivalfilms"
20 Einträge
02
Dez
0 Kom.
Martin Hossbach, Spex spricht mit...
- Dieter Matzka über "Who Is Highlife?", eine Musikdoku über Highlife-Musik aus Ghana
image

Worum geht es in »Who Is Highlife«? Was genau ist ›Burger Highlife‹?


Drei Personen waren an der Entstehung des Films beteiligt: Wilma Kiener und ich haben zusammen eine kleine Filmproduktion, die es uns möglich macht, unsere gemeinsamen Filmideen zu realisieren. Sie ist Ethnologin. Hinzu kam noch unser ghanaischer Freund Alpha Yahaya Suberu, ein ehemaliger Filmstudent der Nationalfilmschule (NAFTI) in Accra, ohne dessen Mitarbeit der Film so nicht zustande gekommen wäre.

In unserem Film geht es vor allem um die ghanaische Highlife-Musik, aber auch um das Land Ghana und seine Menschen. Was die Musik betrifft, so geht es um einen Teil in der afro-amerikanischen Popmusik-Entstehungsgeschichte, der erst jetzt langsam ins Bewusstsein der westlichen Welt kommt.

Highlife ist eine Fusion-Musik mit afro- und afro-amerikanischen sowie westlichen Elementen. Einerseits ist Highlife eine Mischung aus den traditionellen, afrikanischen Elementen wie Rhythmus, Tanz, Sprache und der speziellen Art, diese Musik zu spielen.

Read more... (0 Comments)
02
Dez
0 Kom.
"Station 17: neu"
- Interview mit Regisseur Eike Swoboda
image

Eike, wie bist Du zur Filmerei gekommen?


Ich bin im Sommer 2000 mit meiner damaligen Band nach Hamburg gezogen. Durch einen Zufall konnte ich dann ein freiwilliges soziales Jahr bei Station 17 absolvieren. Dort wiederum wurde ein halbes Jahr später mit Spendengeldern eine kleine Videokamera gekauft und mir in die Hand gedrückt.

Ich hatte so ein Ding noch nie benutzt und dachte mir: „Warum nicht?“. Also bastelte ich ein paar kleine Musikvideos und merkte, dass mir das Ganze ziemlichen Spaß machte.

So kam dann eins zum anderen. Ich lernte Felix Engel kennen, der seinen Zivildienst bei Station 17 absolvierte. Wir konnten ziemlich gut zusammen arbeiten und fingen an, an inszenierten Kurzfilmen mit Schauspielern mit Handicaps zu arbeiten.

Aus dieser Arbeit sind zwei Kurzfilme, ein Theaterstück und ein Drehbuch für ein Langfilmprojekt entstanden. Währenddessen habe ich dann noch an der HfbK Hamburg studiert und dieses Frühjahr mein Diplom gemacht.

Read more... (0 Comments)
01
Dez
0 Kom.
Martin Hossbach spricht mit...
- Oliver Schwabe, Regisseur von "Stardust - Von der Leidenschaft ein Star zu sein"
image

Worum geht es in »Stardust«?


Oliver Schwabe: Seit YouTube, MySpace oder DSDS zerfällt die Welt der Stars in eine Unzahl von Sternchen – Grund genug herauszufinden, was das ›Star-Sein‹ ausmacht. »Stardust« untersucht das Selbstverständnis von ›Stars‹.

Wie erleben öffentliche Personen ihre Bekanntheit, wie gehen sie damit um, und auf was lassen sie sich ein. Es kommen so unterschiedliche Protagonisten zu Wort – im Archiv entdeckt oder aktuell interviewt – wie Amanda Lear, Robert Stadlober oder Ringo Starr, die eine Starrealität erlebt haben und davon erzählen.

Was bedeutet das Wort »Stardust«?


»Sternenstaub« implementiert natürlich die Vergänglichkeit von ›Stars‹ – die gefeierte Discoqueen Amanda Lear verschwindet in den Achtzigern aus den Schlagzeilen. Umgekehrt erlebte die junge Kölner Band MIT in England im Vorprogramm der britischen Band Hadouken plötzlich, wie sie selbst als Stars gefeiert wurden. Es geht um das Erstrahlen, aber auch um das Verglühen.

Read more... (0 Comments)
29
Nov
2 Kom.
Martin Hossbach, Spex spricht mit...
- Jeremy Deller und Nicholas Abrahams, Regisseure der Doku über Depeche Mode-Fans "The Posters Came From The Walls"
image

What is the movie about?


Nicholas Abrahams: It’s about how interesting and inventive people are and it’s also about things like music that do change the world. Also I just wanted to make a film which showed fans in a positive light, rather than looking down on them as mindless consumers who will buy an endless stream of a product by a band.
Jeremy Deller: It’s a film about Depeche Mode fans around the world and the influence of the band worldwide

What do you find fascinating about ›fans‹?


NA: We are (hopefully) all fans. The band would be nothing without the devotees, but all the media coverage is always about the bands. These people, ›the fans‹ are pretty creative in their own rights, making t-shirts, banners, music etc.
JD: I agree.

Read more... (2 Comments)
29
Nov
11 Kom.
Brief von Jim Libiran, Regisseur von TRIBU
- anlässlich der Vorführung seines Films auf dem UNERHÖRT! Musikfilmfestival
image
Jim Libiran hätte dem Hamburger Publikum seinen in der HipHop Subkultur der Philippinen angesiedelten Musik-Spielfilm viel lieber persönlich vorgestellt, Hintergrundinformationen gegeben, über sein neues Projekt berichtet und diskutiert.

Leider konnte dies aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden. (Nur zur Erinnerung: UNERHÖRT! ist ein kleines gemeinnütziges Festival, das von einem ehrenamtlichen Team auf die Beine gestellt wird und auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen ist.)

Also hat Jim Libiran einen offenen Brief an das UNERHÖRT! Team und Publikum geschrieben: ein bewegender Text, den wir hier veröffentlichen:


To the staff and programmers of UNERHÖRT! 2009, and to you kind audience of today's screening of TRIBU, my deepest gratitude.

I write to you today (3:00 pm, 27th November, Manila time), faced with two challenges: One is a shocking online report about the killing of 57 people in Maguindanao province in the south (where 27 journalists were killed and women were shot in the genitals). The other, a short questionnaire from a college student here asking me this: "If independent cinema gets very little audience, hence NO EFFECT, why do you keep on making films?". A mass killing and an innocent question, both as shocking and as intimidating as the other.


Read more... (11 Comments)