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62 Einträge
01
Mai
4 Kom.
Die UNERHÖRT! 2013-Jury

Claudia Lemke hat in Wellington, Auckland (Neuseeland) und Hamburg studiert und Abschlüsse in Psychologie, Anthropologie, Dramaturgie und Erziehungswissenschaft. Ihr besonderes Interesse in Neuseeland galt den Minoritäten in den Medien. In der Magisterarbeit ging es um die Geschichte der Partizipation der Maori in der Entwicklung der ersten Aufnahmetechnologien. Gleichzeitig war sie im Bereich Film und Fernsehen aktiv. Zurück in Deutschland hat sie sich an der Universität im Bereich Interkulturelle Bildung und Ästhetische Bildung engagiert, sich mit Medienbildung befasst und promoviert mit dem Versuch, empirische Bildungsforschung und Bildungsphilosophie im Sinne Bruno Latours zu einer experimentellen pädagogischen Anthropologie der Gegenwart zu verbinden. Jetzt widmet sie sich der vermittelnden Praxis als Lehrerin in Hamburg.

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Joachim Rudolph
genoss eine musikalische Früherziehung an Blockflöte, Gitarre und Heimorgel, um seit seinem 14. Lebensjahr als Tanzmusiker und in ersten Bandprojekten zu arbeiten, jeweils am Schlagzeug. Nach dem Gymnasium Studium "Popularmusik" an der
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg, Hauptfach: Schlagzeug. Folgerichtig war er in den 1980er Jahren als Schlagzeuger für Bühne, Studio, TV und Theater unterwegs. 1990 begann er mit ersten Filmmusik-Produktionen, u.a. für Christoph Schlingensief. Seitdem arbeitet er als Filmmusik-Produzent und Sound-Designer im eigenen Studio mit Schwerpunkt TV, insbesondere Dokumentationen und Kinderfernsehen, u.a. für die Sesamstraße.

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Sandra Trostel
ist seit 2000 selbständig tätig als Film Editor für Spiel-, Dokumentar- und Werbefilm wie für Musikvideos. Seit 2005, nach einer 2001/2002 begonnenen Weiterbildung in Szenische Montage und Dokumentarfilm an der IFS Köln, arbeitet sie auch als Regisseurin. Zu den von ihr als Editorin begleiteten Projekten gehören Filme der Regisseure Fatih Akin und Jan Peters. Sie hat Regie geführt zu Video-Clips für Deichkind und Superpunk. Ihre Musikdokumentation UTOPIA LTD. über die Band 1000 ROBOTA eröffnete 2011 die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino. In der Postproduktionsphase befindet sich ihr aktuelles Projekt EVERYBODY’S CAGE, das sich mit Ansätzen befasst, die heute auf unterschiedliche Weise vom Werk des amerikanischen Komponisten John Cage ausgehen.

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26
Mar
0 Kom.
Unsere Berlinale -Bilanz, später Teil 2.image
Bevor man sich an gar nix mehr erinnert
(Still aus I USED TO BE DARKER):

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20
Mar
0 Kom.
Musikdoku Sound City
Ex-Nirvana Drummer und Foo Fighters Mastermind Dave Grohl war schon immer recht umtriebig. Jüngst hat er sich auch noch als Regisseur versucht und legt mit „Sound City“ eine beachtliche Doku über die legendären Sound City Studios in Van Nuys bei Los Angeles. Der Dokumentarfilm, der auf dem South by Southwest Festival (SXSW) in Austin, Texas seine Weltpremiere feierte, erscheint am 22. März als DVD und Blu-ray.
Seit 1969 wurden in Sound City etliche Meilensteine der Rockgeschichte wie Fleetwood Macs „Rumors“ oder Nirvanas „Nevermind“ aufgenommen. 2011 musste das legendäre Studio seine Tore schließen und ging in Konkurs. Dave Grohl zeichnet mit Zeitzeugen und Musikern ein lebendiges Bild dieser Rock-Institution. Insgesamt sind mehr als 100 Alben, die in Sound Citys entstanden sind mit Gold oder Platin ausgezeichnet worden. Die unverwechselbaren Trademarks des Sound City Sounds waren neben einem warmen, erdigen und wuchtigen Drumsound vor allem das speziell angefertigten analoge Neve-Soundboard 8078, wie viele Experten befanden, ein Rolls Royce unter den Konsolen.
Dave Grohl erwarb das legendäre Soundboard für sein eigenes Studio 606 und lädt einige der alten Rocklegenden zur gemeinsamen Aufnahmesession, auch das zeigt die Doku „Sound City“ und ist auf dem Album „Sound City -Real to Reel“, quasi dem Soundtrack zum Film festgehalten. Eine Hommage an eine legendären Ort der Rockgeschichte und ein Plädoyer dafür, selbst wieder Musik zu machen, statt vor dem Computer zu hocken.
20
Feb
0 Kom.
Unsere Berlinale-Bilanz, Teil 1.
In den Hauptprogrammen ist die Zahl der Musikfilme zurückgegangen (dafür gab es ein größeres Angebot auf dem European Film Market; dazu die Tage mehr). Die Panorama-Sektion zeigte den Konzertfilm SING ME THE SONGS THAT SAY I LOVE YOU - A CONCERT FOR KATE McGARRIGLE. Wer? McGarrigle ist die Mutter von Rufus und Martha Wainright. Vor allem Rufus hat sich ja einen Namen machen können als Bindeglied zwischen Hippie- und Neo-Folk-Generation. Rufus' und Marthas Vater Loudon Wainwright III gehört zu den Stars der New Yorker Folkszene ab Ende der 60er. Dass seine kanadische Frau hochverehrte Sängerin und Komponistin im selben Milieu war, erkennt man am line up dieses Tribute-Konzerts. Rufus und Marhta (u. ein paar andere im Hintergrund) organisierten es nach dem Krebstod ihrer Mutter und mit ihnen agieren unter anderem Emmylou Harris und Nora Jones auf der Bühne. Wim Wenders steht prominent im Abspann als Executive Producer. Regisseurin Lian Lundson gibt ihn als ihren großen Mentor an. Sie hat einen Film gemacht, der den Spagat schafft zwischen Sentimentalität und Leichtigkeit. Druck auf der Kehle presst so manche Stimme in den Kopf und so manche Träne auf die Netzhaut. Der Tod der Mutter, dieser schlimme Verlust, wird beantwortet mit einer Feier des Lebens und der Musik, der Musik von Kate McGarrigle, einer schönen, zwischen Blues, Country und anderen Verweisen auf Old Europe stilsicher sich bewegender Musik mit klugen, witzigen, persönlichen Lyrics. Die Filmaufnahmen bleiben auf den Gesang konzentriert, zwischen die Songs sind Statements und Archivbilder geschnitten. Natürlich gerät der Film dabei zu lang (fast zwei Stunden), aber so ist das eben, wenn Kinder ihren Eltern Gerechtigkeit widerfahren lassen wollen... Apropos: Loudon ist nicht mit von der Partie, er taucht nur hier und da und immer nur sehr kurz als Kinderfesthalter in körnigen Schwarzweiß-Bildern längst vergangener Tage auf.
16
Nov
4 Kom.
ABER DAS WORT HUND BELLT JA NICHT
Gewinner des ARTE-Preises in Duisburg


Bernd Schoch hat mit seinem Film
ABER DAS WORT HUND BELLT JA NICHT
über das Alexander von Schlippenbach-Trio
- s. UNERHÖRT!-Blogeintrag vom 7.11.2011 -
den ARTE-Dokumentarfilmpreis
der 35. Dokumentarfilmwoche in Duisburg gewonnen
(Begründung der Jury hier: http://www.duisburger-filmwoche.de/festival11/preistraeger.html).

Die Ehrung bringt dem Regisseur neben 6.000 EUR eine Ausstrahlung seines Films auf ARTE, dem Sender, der im deutschsprachigen Raum immer noch mit Abstand am meisten für den Musikfilm tut.

UNERHÖRT! gratuliert!