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ICH, RINGO UND DAS TOR ZUR WELT - ein Fernsehspiel über Horst Königstein
Zum 1. August d.J verlässt der Redakteur, Autor und Regisseur Horst Königstein den NDR nach 40 Jahren.
Der NDR schreibt in seiner Pressemitteilung: "Horst Königstein, NDR Redakteur für Sonderprojekte im Programmbereich Fiktion & Unterhaltung, geht zum 1. August mit Vollendung seines 65. Lebensjahres in den Ruhestand. "Horst Königstein hat als Redakteur, Autor und Regisseur die Entwicklung des Dokumentar- und Fernsehfilms in Deutschland deutlich beeinflusst", so NDR Intendant Lutz Marmor. "Das Werk, das er in 40 Jahren geschaffen hat, besticht durch Vielfalt, Qualität, Lebendigkeit und Innovation. Seine Filme sind Herausforderung und Maßstab zugleich - bis in die Gegenwart. Gemeinsam mit Heinrich Breloer hat er zudem ein neues wegweisendes Genre entwickelt - das Doku-Drama. Ich danke Horst Königstein herzlich für seinen jahrzehntelangen großen Einsatz für den NDR und für seinen Mut, immer Neues zu wagen!"".
Auch für Musikfilme hat sich Horst Königstein immer sehr engagiert und auch eigene Produktionen vorgelegt, wie z.B. seinen ersten Kinofilm "Hard Days, Hard Nights" von 1989 über die Erfolgsgeschichte einer Band aus Liverpool, die in den 60er Jahren auf der Reeperbahn Erfolge feiert. In den Hauptrollen: Al Corley, Rita Tushingham und Wigald Boning.
Am Sonnabend, den 31.7. um 23 uhr zeigt der NRD im Rahmen einer Horst Königstein gewidmeten Themennacht das Fernsehspiel "ICH, RINGO UND DAS TOR ZUR WELT" (D 2010) von Jan Bonny und Oliver Schwabe.
Der folgende Text wurde uns freundlicherweise von Regisseur Oliver Schwabe zur Verfügung gestellt:
ICH, RINGO UND DAS TOR ZUR WELT erzählt von der Arbeit Horst Königsteins als Filmemacher, Autor und Redakteur. Der Film beruht auf Interviews mit Horst Königstein. Einiges ist frei erfunden. Wahr ist, dass er eine ähnliche Nase wie Ringo Starr hat und sich schon immer mit ihm verglich. Die Frage des Reporters nach der Ähnlichkeit setzt eine Rückschau in Gang.
Der Film gibt eine Übersicht unterschiedlichster Produktionen aus Redaktionen des NWDR, Radio Bremens, von NDR und WDR der letzten 40 Jahre und erzählt insofern mehr als eine persönliche Schaffensgeschichte - in ungewöhnlicher und unterhaltsamer Weise. Es entsteht eine Komposition von Zitaten des filmischen Werks ergänzt um Interviewebenen. Arbeiten mit Curt Bois, Annette Humpe, Dennis Hopper, Udo Lindenberg, Rod Stewart, Pete Townshend, Ringo Starr, Frank Zappa sind in Ausschnitten wieder zu sehen – aber auch Dokudramen als geschichtliche Rückkopplungen und Untersuchungen „öffentlicher“ Personen wie zum Beispiel Inge Meysel, Veit Harlan, Birgit Breuel und die Manns im Kontext ihrer Wirkung und medialer Rückwirkung. Dabei sind wiederkehrende Themen Starkult und Starexistenz. Was heißt es, was bedeutet es, prominent zu sein? Seine Suche nach dem Menschen hinter der Maske, das Interesse an der Eitelkeit aller Beteiligten.
Diese Sequenzen werden mit einer Gegenwartsebene – H. Königstein heute, gespielt von Matthias Brandt, und H. Königstein in den fabulierten 70-er Jahren, gespielt von Tom Schilling – montiert: Öffentliches Nachdenken über die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Fernsehen als allgegenwärtige, omnipotente Erinnerungsmaschine. Eine gesellschaftliche Kraft – mit der immer wieder überraschenden Chance zum Diskurs, zur Vergegenwärtigung. Horst Königstein schwärmte schon als Kind für die Zauberkiste, diesen Rummelplatz des Lebens, er steht im Bann dieses Mediums der Intimität und des „Blicks in die Welt“; Fernsehen reicht überall hin, auf der Stelle und sofort, und es überspringt im Idealfall die Millionen-Schranke. Er formuliert: „Das Programm ist Zumutung und Arbeit“.
Zu Wort kommen auch Wegbegleiter, Partner, Kritiker: Alfred Biolek, Wigald Boning, Heinrich Breloer, Martina Gedeck, Annette Humpe, Dietrich Kuhlbrodt, Udo Lindenberg und Ulrich Spies.
Von 1968 bis 2010 verantwortete Horst Königstein in unterschiedlichen Funktionen eine Vielzahl von Sendungen, Filmen und Fernsehstücken. In den letzten Jahren hat Krankheit Horst Königstein das Arbeiten sehr erschwert. Leider war es ihm nicht möglich, unmittelbar an diesem Film mitzuwirken. Bis heute lebt er in Hamburg - Winterhude.
Es spielen: MATTHIAS BRANDT, TOM SCHILLING, Wotan Wilke Möhring, Guntram Brattia, Till Butterbach, Alice Flotron, Loni von Friedl, Torben Liebrecht, Olaf Rauschenbach, Nic Romm, Wolf Dietrich Sprenger, Max Timm, Gisela Trowe.
Redaktion: Bernd-Michael Fincke (NDR) / Barbara Buhl (WDR)
Die Beschreibung des Fernsehspiels zum Download:Ich_Ringo_und_das_Tor_zur_Welt51_(2).pdf
Website von Oliver Schwabe
(Photo: Horst Königstein - ARD)
Posted by Christine on 28.07.2010 at 20:22 Uhr
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