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Dez
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Who Is Highlife?
- Ein Film von Wilma Kiener, Dieter Matzka, Alpha Yahaya Suberu
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Burger Highlife Musik erzählt eine Beziehungsgeschichte zwischen Afrika und Europa mit Happy End. Ausgerechnet im piefigen Deutschland der 80er Jahre entsteht eine originale afrikanische Fusion Musik mit europäisch-karibisch-afroamerikanischen Einflüssen, die es verdient, international bekannt gemacht zu werden.

Heute ist Burger Highlife Musik eine Parabel darauf, wie die zwei Kontinente Europa und Afrika, die auf politischer und wirtschaftlicher Ebene längst getrennte Wege gehen, im kreativen Bereich zusammenwachsen.

Was die Globalisierung für den afrikanischen Kontinent bringt, machen die täglichen, oft tödlich endenden Flüchtlingsströme über das Meer nach Europa deutlich. In Afrika fehlt viel, aber auch in Europa, wo der menschliche Bezug für Afrika fehlt. Der Dokumentarfilm „Who Is Highlife?“ baut eine solche Brücke von Europa nach Afrika und zurück. Burger Highlife Musik reißt einen mit, da ist kein Zeigefinger nötig.

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High Life in Ghana: Wenn ein mit Goldschmuck behangener schwarzer Musiker über Geld spricht und behauptet, dass zum Überleben Geld genau so wichtig sei wie Blut, liegt der Gedankengang zum amerikanischen HipHop oder zur Rapmusik sehr nahe. Dieses Statement des Musikers fällt zu Beginn von „Who Is Highlife?“.

Doch die Eingangsmusik, die daraufhin folgt, klingt nach allem, bloß nicht nach angloamerikanischem Sprechgesang. Ein bisschen Reggae, ein bisschen Easy Listening, ein bisschen Karibik.

Man sieht den Musiker, der Playback zu seinem Lied singt wie in einem Videoclip, durch eine afrikanische Großstadt streifen. Passanten stimmen spontan mit ein, singen und tanzen dazu. Der Mann heißt Pat Thomas; der Ort, den er in seinem Musikclip zeigt, ist Accra, Hauptstadt von Ghana.

In 105 Minuten möchte der Film die Frage beantworten, wer denn nun eigentlich dieser „Highlife“ ist. Für den gemeinen Mitteleuropäer, der seine Allgemeinbildung über Wikipedia bezieht, ist er eine afrikanische Musik- und Tanzrichtung, die Ende der Sechziger Jahre in Ghana das Licht der Welt erblickte und sich aus Elementen des Jazz, Calypso, Samba und Reggae speist.

In der Theorie lässt sich Musik zwar mit schönen Worten, manchmal auch mit Wort-Ungetümen klassifizieren, doch bleibt sie dabei stets abstrakt. Lässt man sich von Musik beschallen, verliert sie bereits einen Großteil Abstraktion und nimmt Formen an. Doch lässt sie sich auch dann noch nicht gänzlich begreifen. Man muss sich überdies auch der Schöpfer der Musik annehmen, deren kulturellen Hintergrund adaptieren.

Meist tut man dies unbewusst, indem man unwillkürlich mitsingt oder mittanzt, wenn man ein Lied hört. Man kann Musik auch bewusst begreifen, indem man sie selbst praktiziert. Je tiefer man dabei vordringt, desto persönlicher wird sie, bis sie letzten Endes zu einem Individuum, zu einer Person avanciert.

Von daher hat der Film sich hohe Ziele gesteckt, wenn ihm die Frage, was denn Highlife sei, nicht genügt und er nach dem „Wer“ fragt. Auf dem Weg dorthin lässt der mitreißende Musikfilm eine Vielzahl an ghanaischen Musikern zu Wort kommen.

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Dabei sprechen sie nicht nur über ihre Musik, sondern auch über ihr Leben, ihre Sehnsüchte, ihre Kultur. In diese Statements eingeschoben sind ihre Lieder, meist Playback eingespielt mit Sängern, die mit Mundbewegungen einen O-Ton zu simulieren versuchen.

Diese Einspielungen zeigen in ihrer Nicht-Perfektion den Charme von Video-Clips aus der ersten Generation von MTV, als man noch mit überschaubarem Budget die Musiker durch Disconebel und Pappmaché-Konstruktionen hat wandeln lassen.

Am Ende des Films mag die Frage, wer ”Highlife” ist, für den Zuschauer noch immer nicht geklärt sein, doch die unbeschwerte Musik und die wundervollen Aufnahmen einer fernen Welt, die der Film bietet, hinterlassen beim Zuschauer das Gefühl, in Highlife einen neuen Freund gefunden zu haben.

Wir danken unserem Gastautor Maximilian Theiss.

Beim UNERHÖRT! Musikfilmfestival Hamburg läuft "Who Is Highlife?" als Hamburgpremiere am 4. Dezember 2009 um 22.30 Uhr in den zeise kinos.


Kartenreservierung direkt bei den zeise kinos unter Tel.: 040/390 87 70.

Weitere Infos zum Film:
http://www.matzkakiener.de/matzkakiener.de/Who_is_Highlife.html




Posted by Christine on 22.11.2009 at 17:54 Uhr

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