Jury des Reeperbahn Festival Music Film Contest

 
Am 19.09.2017 eröffnet die Jury den Music Film Contest des Reeperbahn Festivals im Metropolis Kino. Dieses unabhängige Komitee aus Fachleuten der Musik- und Filmindustrie sichtet während des Reeperbahn Festivals sämtliche Wettbewerbsbeiträge und verleiht am Ende des Music Film Contest den Hauptpreis der Jury. 2017 ist dieser Preis erstmalig mit 2.500€ dotiert.

Jedes Jury-Mitglied steht für Kompetenz und Engagement in Musik- oder Filmangelegenheiten, oft bespielen sie mit ihren Interessen und Arbeitsbereichen auch beide Felder gleichzeitig. In jedem Falle gilt: Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten! Doch hierbei geht es NICHT um Musikgeschmack, sondern um die Frage, ob es gelungen ist, mit den Mitteln des Films eine Musik und ihre Macher, deren gesellschaftliche Bedeutung und Entwicklung so darzustellen, dass wir das Kino mit einem Gefühl der Bereicherung verlassen. In diesem Sinne: Streitet euch schön, Jury-Mitglieder!
 
Peter HartwigPeter Rommel
Filmproduzent
 
Spätestens seit seiner Produktion von „Feuchtgebiete“ (2013) ist klar, der deutsche Filmproduzent mag die Herausforderung. Nachdem er lange für den Berliner Weltvertrieb und Verleih Ex Picturis tätig war, gründete Rommel 1993 seine eigene Filmproduktionsgesellschaft, heute bekannt als „Rommel Film“. Durch seine Spielfilm-Produktionen „Nachtgestalten“ (1999) und „Halbe Treppe“ (2002) mit Regisseur Andreas Dresen machte er sich Anfang der 2000er einen Namen und gewann den Deutschen Filmpreis sowie den Silbernen Bären der Berlinale. Viele weitere Filme und Auszeichnungen folgten, darunter „Halt auf freier Strecke“(2011) sowie „Und wenn wir alle zusammenziehen“ (2011). Zuletzt widmete sich Rommel der Produktion verschiedener Dokumentarfilme, wie z.B. „Alphabet“ (2013) von Erwin Wagenhofer oder „Gestrandet“ (2016) von Lisei Caspers. Anfang diesen Jahres wurde er im Rahmen des Max Ophüls Festivals für sein Lebenswerk und für seine Verdienste um den jungen deutschen Film ausgezeichnet. (Foto: Peter Hartwig)
 
Jessica BackhausEmily Atef
Regisseurin
 
Die deutsch-französisch-iranische Regisseurin ist steil auf dem Weg nach oben. Noch während ihres Regiestudiums an der Deutschen Film-und Fernsehakademie in Berlin, gewann sie 2005 mit ihrem ersten langen Spielfilm „Molly’s Way“ elf internationale Auszeichnungen. Auch ihr zweiter Film „Das Fremde in mir“ aus dem Jahr 2008 war nicht minder erfolgreich und räumte ganze dreizehnmal ab. Weitere Filme wie „Töte mich“(2012) und „Wunschkinder“ (2017) folgten. Aktuell steht wieder ein spannendes Projekt in den Startlöchern: Das Schwarzweiß-Drama „3 Tage in Quiberon“ über drei Tage im Leben von Romy Schneider ein Jahr vor ihrem Tod. (Foto: Jessica Backhaus)
 
 
Enes KucevicFrank Otto
Medienunternehmer
 
Der gebürtige Hamburger und Medienunternehmer mischt überall kräftig mit. 1987 gründete er Deutschlands ersten privaten Jugendradiosender „Hamburg Zwei“ und zählt außerdem zu den Mitbegründern von VIVA (1993) und dem Stadtfernsehsender Hamburg 1 (1995). Hinzu kommen Beteiligungen bei delta Radio, KISS FM Berlin, Radio NORA und ENERGY Sachsen. Doch nicht nur dort hat er seine Finger im Spiel – als Künstler, Musiker und Medienunternehmer half er auch verschiedenen Labels und musikalischen Projekten auf die Beine. Seit 2005 bündelt er diese Aktivitäten unter dem Dach seiner eigenen Produktionsfirma Ferryhouse. Für sein ehrenamtliches Engagement in und um Hamburg erhielt Otto 2013 zudem das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. (Foto: Enes Kucevic)