11 Musikvideo-Produktionen aus Deutschland

D I ca. 65 Min. I Hamburg-Premiere

VOR DER PROJEKTION: Verleihung des Pop-Archiv-Preises für die Beste Musikdokumentation von UNERHÖRT! 2018. Seit 20 Jahren vergeben die renommierten Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen den MuVi-Preis für das beste Musikvideo aus deutscher Produktion – und verleiht in Eigenregie eine jährliche Zusammenstellung der besten Clips per DVD bzw. BluRay! Zum runden Geburtstag nimmt UNERHÖRT! diese schöne Gelegenheit endlich einmal wahr und zeigt die elf Nominierten des Jahres 2018 auf der großen Leinwand: ACTION 1: LUCID, IMPERIAL BEACH I Musik: Kammerflimmer Kollektief I Regie: Bernd Schoch Ein anderer Strand. Ein sich auflösendes Bild. Rauschen und Geräusch. Eine rote Wand wird in die Luft gesprengt. COPYSHOP I Musik: Romano I Regie: Jakob Grunert Der Köpenicker Rapper Romano auf Entdeckungsreise in Hongkong, wo er seine Ver- gangenheit als Copyshop-Mitarbeiter in Berlin Revue passieren lässt. Es geht um Megacities, Stereotypen, kreative Freiräume, Rapmusik, die Copyshop-Biografie von Romano und natürlich um die Kopie von der Kopie von der Kopie von der Kopie ...
 

 
CUIDADOCHES I Musik: Tall Juan I Director: Dante Zaballa
Der Song von Tall Juan ist all jenen gewidmet, die auf der Straße leben. Hergestellt mit Acryl, Pastellstiften und Bleistift auf Papier.

DAMENBART I Musik: Schlammpeitziger I Regie: Jo Zimmermann, Ulrike Göken
Das Video ist eine Kollaboration des Künstlerduos Schlammpeitziger aus Köln mit dem Künstlerduo Kota Utka aus Kiew. Das Duo aus Köln schuf aus den eigenwilligen Fotos und Fotoanimationen des ukrainischen Duos ein Musikvideo.

DINGE I Musik: Station 17 & Andreas Specht I Regie: Iskender Kökce
Unterschwellig wabert die Musik ins Bewusstsein und lässt einen mit all den Dingen und den außergewöhnlichen menschlichen Randerscheinungen nicht einen Augenblick allein! Erzählt wird dabei das Wesentliche aus der Perspektive eines Rollstuhls. Die Dinge starren dich an ... 

DON'T I Musik: Daniel Freitag I Regie: Daniel Freitag
Im silbernen Catsuit und mit Zigarette spielt Sandra Hüller eine Superheldin, deren ruhmreiche Tage längst vorbei zu sein scheinen. Der persönliche Song handelt von Liebe, verpassten Gelegenheiten und schließlich vom Loslassen. Diese Themen tauchen auch im Video auf, wobei Kommunikation (oder ihr Fehlen) ebenfalls eine zentrale Rolle spielt.

IN WAVES I Musik: Nagel I Regie: Boris Dörning, Gregor Kuschmirz
Kuschmirz und Dörning lassen die Puppen tanzen. Es ist Nacht. Wir sind im Museum. Zur komplexen Musik des italienischen Künstlerduos Nagel setzen sich die Exponate in Bewegung. Die Puppenspieler sind dabei deutlich sichtbar und werden somit Teil ihrer präzisen Choreografie. 

LIMERENCE I Musik: Yves Tumor I Regie: Oliver Pietsch
Das Video basiert auf Found-Footage-Material von duschenden Menschen beiderlei Geschlechts. 

TAKE A STAND, BUT WHAT TO WEAR? I Musik: OK Decay I Regie: Stephanie Müller, Erich Dietl
OK DECAY schätzen die Randnotizen und liefern zwischen Tür und Angel Beihilfe zum Bankrott. Sie tauchen unter – mitten ins Unbehagen. „Take A Stand, But What To Wear? Paperthin Razorskins, Freckles And Liver Spots. Loads of Dots, But No Plots.“ Henri Mancinis Thema trägt die Verunsicherung, bäumt sich auf, bis es verblasst. Die Fragen bleiben.

THINGS I Musik: Andreas Spechtl I Regie: Markus S Fiedler
Partikel, Gewebe, Echos von Konturen, IRL-Footage und kosmische Tänzer begleiten die Musik, die Andreas während eines Residenzprogramms in Teheran komponiert hat. Bewegungen, Ästhetik, Räume, Schichten, Patterns und Loops entwickeln sich mit dem emotionalen, rhythmischen und sonischen Szenario bzw. der Musik und der Situation, in der sie entstanden sind. Eine weitere Ebene entsteht durch die verschiedenen „Aggregatszustände“ von Stein: als einzelne Einheit, im Verbund als Gebäude, als Sand/Wüste.

TUTORIAL I Musik: Erdmöbel I Regie: Dennis Todorović
Ein Schauspiel-Tutorial zum Thema „Fake-Tränen“ vor der Kamera. Zehn Schauspielerinnen erklären nicht nur, wie das mit dem Weinen funktioniert, sondern geben alles, um es am Ende auch vorzumachen.
 
Hamburg-Premiere I Samstag, 10.11.2018, 21 Uhr I Kino: 3001
Mehr Information: www.kurzfilmtage.de.com (herunterladbares pdf-Dokument, dort die Seiten 174-184; daraus sind auch sämtlicheTexte zu den einzelnen Videos entnommen)