Andrés Duque

ESP I 2016 I 67 Min. I OmenglU I Hamburg-Premiere

Oleg Nikolajevitsch Karavajchuk (1927 - 2016) war ein legendärer russischer Komponist. Das Wunderkind geht während der Stalin-Ära auf das Leningrader Konservatorium, später schreibt er Filmmusik, u.a. für Regisseure wie Sergej Paradschanow, Kira Muratowa und Wassili Schukschin, um Drangsalierungen durch den KGB auszuweichen. Noch mit 87 Jahren war Karavajchuk eine aktive und polarisierende Figur in der russischen Kulturlandschaft.
 

 
Der gebürtige Venezolaner Andrés Duque ist der erste ausländische Regisseur, dem es gelang, das Vertrauen des androgynen Exzentrikers zu gewinnen. Das Resultat der Zusammenarbeit der beiden ist ein unkonventionelles Porträt, in dem der Klaviervirtuose den Zuschauer nicht nur mit improvisiert vorgetragener Musik - in der St. Petersburger Eremitage! -, sondern auch mit seiner Eloquenz, mit unwirklicher Stimmer und entschlossener Gestik, einfach mit seinem ganzen Wesen zu fesseln vermag.

Karavajchuk starb im Jahr der Fertigstellung dieses poetischen Films, der so schön ist wie ein schwebender, von Innen leuchtender Grabstein, eine Ode an das Leben und an die Kunst!

Hamburg-Premiere I Donnerstag, 08.11.2018, 19 Uhr I Kino: 3001
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